Universität Mannheim / Sowi / Lehrstuhl Stahlberg / Team / Ehemalige Mitarbeiter / Prof. Dr. Marc-André Reinhard / Forschungsprojekte und Themenschwerpunkte für Diplomarbeiten

Forschungsprojekte und Themenschwerpunkte für Abschlussarbeiten


Markt- und Werbepsychologie


Beschreibung:


Die markt- und werbepsychologische Forschung hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und ist gekennzeichnet durch ein Zusammenspiel wirtschaftswissenschaftlicher Grundlagen und psychologischer Prinzipien. Grundlage für das Feld der "Psychologie des Überzeugens" bilden hierbei sowohl motivationale als auch kognitive Theorien der Psychologie. Eine Zusammenfassung verschiedenster Straten und möglicher theoretischer Erklärungen findet sich bei Cialdini (2002). Allgemein beschäftigt sich die Arbeitgruppe mit der Verwendung bestimmter Strategien im Werbekontext und deren theoretischer Erklärung. Insbesondere werden die Wirkung von Attraktivität und Sympathie, als saliente Kommunikatoreigenschaften, in Kombination mit verschiedenen Persuasionsstrategien, auf ihre Effektivität hinsichtlich Einstellungs- und Verhaltensänderung untersucht.


Eigene Arbeiten:


Reinhard, M.-A., Messner, M., & Sporer, S.L. (2006). Explicit Persuasive Intent and Its Impact on Success at Persuasion - The Determining Roles of Attractiveness and Likeableness. Journal of Consumer Psychology, 16, 249-259.


Glaubwürdigkeit und Lüge


Mitarbeiter:


Martin Scharmach und Simon Schindler


Beschreibung:

Dieser Forschungsbereich befasst sich insbesondere mit der Fragestellung, inwiefern sich "naive" (ungeschulte) Urteiler von Experten hinsichtlich der Beurteilung, ob eine Aussage der Wahrheit entspricht oder gelogen ist, unterscheiden. Demzufolge wird im Bereich der Glaubwürdigkeitsforschung überprüft, welche potentiellen Begleiterscheinungen von wahren und falschen Aussagen, Laien für ein Urteil heranziehen und in welchem Zusammenhang diese Merkmale mit empirisch ermittelten tatsächlichen Korrelaten von wahren und falschen Aussagen stehen. Dabei werden verschiedene Urteilsdimensionen unterschieden, unter anderem inhaltliche Merkmale einer Aussage oder nonverbales Verhalten einer Quelle, die für ein Glaubwürdigkeitsurteil als Indikatoren für Wahrheit oder Lüge verwendet werden können. Verschiedenste Forschungsdisziplinen innerhalb des Bereichs der Sozialpsychologie liefern hierbei den theoretischen Rahmen. Themenschwerpunkt bildet insbesondere die Untersuchung bestimmter Alltagsvorstellungen über inhaltliche Kennzeichen von Lügen. Des weiteren bilden allgemeine Modelle der Informationsverarbeitung, wie z.B. das "Heuristic-Systematic-Model" und das "Elaboration-Likelihood-Model", den theoretischen Rahmen zur Erklärung des Prozesses der Glaubwürdigkeitsbeurteilung im Alltag.


Eigene Arbeiten:

Reinhard, M.-A., & Sporer, S.L. (2008). Verbal and nonverbal behaviour as a basis for credibility attribution: The impact of task involvement and cognitive capacity. Journal of Experimental Social Psychology, 44, 477-488.


Selbstimmunisierung von Geschlechtsstereotypen

Forschungsprojekt "Failure as an Asset - Wenn Leistungsversagen von Vorteil ist" gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an PD Dr. Marc-André Reinhard und Prof. Dr. Dagmar Stahlberg


Projektmitarbeiter:

Simon Schindler



Beschreibung:

Reinhard, Stahlberg und Messner (2008) konnten zeigen, dass Mitgliedern statushoher Gruppen immer dann höhere berufliche Kompetenz zugeschrieben wird, wenn sie schlechte Leistungen in einem Test erbracht haben, bei dem allgemein Mitglieder statusniedriger Gruppen (z.B. Frauen) besser abschneiden als Mitglieder statushoher Gruppen (z.B. Männer). Dieses Phänomen wird von Reinhard et al. als „Failure as an Asset“ Effekt (FA-Effekt) bezeichnet. Dieser Effekt zeigt sich auch bei persönlich erfahrenem Leistungsfeedback. Mitglieder statushoher Gruppen berichten einen erhöhten Selbstwert nach einem negativen Leistungsfeedback in einem Test, bei dem angeblich Mitglieder statusniedriger Gruppen im Mittel besser abschneiden als Mitglieder statushoher Gruppen. Das vorliegende Projekt soll die theoretische Erklärung und Tragweite des FA-Effektes weiter untersuchen. Es soll eine mögliche kognitive Erklärung des FA-Effektes bei der Fremdbeurteilung getestet werden. In einem weiteren Schritt sollen kognitive gegen motivationale Erklärungen des FA-Effektes nach selbstwertrelevantem Leistungsfeedback gegeneinander getestet werden. Mögliche Konsequenzen des FA-Effektes auf das tatsächliche Verhalten sind ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen.


Publikationen:

Reinhard, M.-A., Stahlberg, D., & Messner, M. (2008). Failure as an asset for high-status persons: Relative group performance and attributed occupational success. Journal of Experimental Social Psychology, 44, 501-518.

Reinhard, M.-A., Stahlberg, D., & Messner, M. (2009). When failing feels good - Relative prototypicality for a high-status group can counteract ego-threat after individual failure. Journal of Experimental Social Psychology, 45 (4), 788-795.


Diplomarbeiten:

Es besteht die Möglichkeit im Rahmen dieses Projekts Diplomarbeiten zu schreiben. Ansprechpartner: Simon Schindler


Forschungsprojekt „Entstehung und Auswirkung von Erwartungen“ gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an PD Dr. Marc-André Reinhard

Projektmitarbeiter:

Liborio Ciccarello
Hilfskräfte: Martin Scharmach und Ann Seibert


Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Oliver Dickhäuser (Universität Mannheim) durchgeführt.




Beschreibung:


Im Rahmen des Projektes wird analysiert, aufgrund welcher Prozesse Erwartungen entstehen und wie sich Erwartungen nachfolgend auswirken. Speziell fokussiert werden hier intrapersonale Erwartungen, d.h. Erwartungen, die sich auf die eigene Person beziehen (wie Erfolgserwartungen). Auf der Grundlage von Zwei-Prozess-Modellen der sozialen Informationsverarbeitung (z.B. Petty & Cacioppo, 1986; Chaiken, 1987) wird postuliert, dass Erwartungen über zwei Wege entstehen können: Im Falle peripherer Informationsverarbeitung (z.B. bei Personen mit niedrigem Need for Cognition) sollten Erfolgserwartungen im Sinne einer allgemeinen Heuristik stärker von globalen Vorstellungen über die eigenen Fähigkeiten abhängen. Aufgabencharakteristika (wie etwa die Schwierigkeit einer Aufgabe) sollten sich weniger stark auf die Erfolgserwartung auswirken. Im Falle zentraler Informationsverarbeitung (z.B. bei Personen mit hohem Need for Cognition) sollten Erfolgserwartungen stärker von spezifischen Vorstellungen über die eigenen Fähigkeiten abhängen und Merkmale der Aufgabe sollten sich stärker auf die Erfolgserwartung auswirken.


Publikationen:

Reinhard, M.-A., & Dickhäuser, O. (2009). Need for Cognition, Task Difficulty, and the Formation of Performance Expectancies. Journal of Personality and Social Psychology, 96, 1062-1076.


Diplomarbeiten:

Es besteht die Möglichkeit im Rahmen dieses Projekts Diplomarbeiten zu schreiben. Ansprechpartner:  Liborio Ciccarello

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